Silicon Rallye: Onliner in der Autobranche

Google, Facebook, Apple und Amazon sind die Big Four im Silicon Valley. Die IT-Firmen mischen auch in anderen Branchen mit

Im Silicon Valley sind die Big Player der IT-Industrie angesiedelt. Ein Blick dorthin zeigt wohl, was in naher Zukunft auch uns erwarten wird. Google im Auto. Google setzt auf den Autosektor. Das Unternehmen hat die Entwicklung von selbst fahrenden Autos in die eigene Firma „Waymo“ ausgelagert und arbeitet mit Fiat Chrysler zusammen. Das berichten The Information und The Verge. Waymo und Fiat Chrysler setzen beim Bordcomputer auf das Betriebssystem „Uconnect“, das auf Android 7.0 Nougat basiert. Das teilte Fiat Chrysler in einer Aussendung mit. Das System ermöglicht, sich mit Anroid-Applikationen zu verbinden, wie beispielsweise mit Google Assistant, Google Maps oder Spotify. Außerdem können unter anderem Temperatur und Radio gesteuert werden. Auch Apple engagiert sich in der Automobilbranche. Die Firma hat in den USA einen Patentantrag auf ein System gestellt, das Autokollisionen vermeiden soll. Das berichtet t3n.de. Wie die genauen Pläne für Apple im Automobilsektor aussehen, ist allerdings noch unklar. Amazon in Stores. Der Onlineriese Amazon macht Geschäften seit Dezember auch offline Konkurrenz: Das Unternehmen hat in den USA den Supermarkt „Amazon Go“ eröffnet. In dem Geschäft gibt es keine Kassen mehr. Kunden bezahlen die Produkte mit dem Smartphone. Sensoren im Geschäft erkennen, wenn jemand Produkte aus dem Regal nimmt oder sie wieder zurückstellt. Kunden können das Geschäft dann ohne Check-out verlassen. Das Geld wird automatisch über das Amazon-Konto abgebucht. Amazon gibt es mit „Amazon fresh“ schon länger im Lebensmittelsektor. Das Angebot liefert Produkte direkt zu den Kunden nachhause. Facebook vor Gericht. In Österreich haben die Grünen in einem Rechtsstreit mit Facebook eine einstweilige Verfügung gegen ein beleidigendes Posting im sozialen Netzwerk erreicht. Geklagt hatten die Grünen die Facebook Ireland Limited, der Streitwert beträgt 69.500 Euro. Es ging um die Facebook-Userin „Michaela Jaskova“ (ein Fake-Profil), die Klubchefin Eva Glawischnig als „miese Volksverräterin“, „korrupten Trampel“ und Mitglied einer „Faschistenpartei“ beschimpft hatte. Facebook muss diese Veröffentlichung nun unterlassen. Auch die EU liegt seit Längerem im Clinch mit dem sozialen Netzwerk: Die EU hat im Sommer einen Deal zwischen Irland und Facebook verhindert und dem Unternehmen eine Steuernachzahlung von 13 Milliarden Euro auferlegt. Doch Irland will die Nachzahlung nicht und wirft der EU-Kommission vor, sich in die nationale Steuerhoheit Irlands eingemischt zu haben. Falsche Angaben? Außerdem untersucht die EU Facebooks Übernahme des Nachrichtendienstes WhatsApp, wie die EU-Kommission in einer Aussendung mitteilt. Laut EU habe das Unternehmen bei der Prüfung der Übernahme durch die EU falsche Angaben gemacht. Es geht um den Austausch von Kundendaten. 2014 hat Facebook angegeben, es sei nicht möglich, die Benutzerkonten der beiden Unternehmen abzugleichen. Diese Möglichkeit habe laut EU-Kommission aber schon damals bestanden. Falls sich die Vorwürfe der Kommission bewahrheiten, muss Facebook mit einer Geldstrafe von bis zu einem Prozent seines Umsatzes rechnen.