Konzernumbau drückte Gewinn bei Verlagshaus Axel Springer

Die Kosten für den Konzernumbau drücken beim deutschen Verlagshaus Axel Springer auf Umsatz und Gewinn. Die Erlöse sanken 2019 um 2,2 Prozent auf rund 3,1 Mrd. Euro, wie der Herausgeber von „Bild“ und „Welt“ am Donnerstag mitteilte.

Der bereinigte Gewinn (Ebitda) fiel um fast 15 Prozent auf 630,6 Mio. Euro. Für 2020 peilt der Medienkonzern mehr Investitionen an und stellt dabei auch Zukäufe in Aussicht.

Deshalb werde der Gewinn zwischen zehn und 20 Prozent zurückgehen, und die Umsätze dürften stagnieren. „Axel Springer hat das Ziel, der weltweiten Marktführer für digitalen Journalismus und Rubrikenangebote zu werden.“ Dafür werde auch das Geschäft mit Internetportalen wie Immobilien- und Jobplattformen „organisch und, wo möglich und sinnvoll, durch zielgerichtete Akquisitionen weiter ausgebaut“.

Den erwarteten Gewinnrückgang 2019 begründete das Management vor allem mit Rückstellungen für die Restrukturierung im Bereich News Media National, wo das Geschäft von „Bild“ und „Welt“ gebündelt ist. Hier will Springer 50 Millionen Euro einsparen und schließt beim bisher nicht bezifferten Jobabbau betriebsbedingte Kündigungen nicht aus. Nach dem Einstieg des US-Finanzinvestors KKR wollen sich die Berliner nun von der Börse zurückziehen und künftig Geld in langfristiges Wachstum stecken. Vorstand und Aufsichtsrat stimmten dem sogenannten Delisting formell zu.

Vor kurzem hatte der Konzern angekündigt, dass die Dividende für 2019 auf 1,16 Euro sinken soll nach 2,10 Euro für 2018. Ziel sei es, im Gegenzug mehr zu investieren. Der Aufsichtsrat soll am 10. März über den Vorschlag des Vorstands beraten, rund 125 Millionen Euro auszuschütten.

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