Weiterbildung stärkt das Sicherheitsgefühl im Berufsleben
Lebenslanges Lernen trägt für viele Menschen in Österreich wesentlich zum Sicherheitsgefühl im Berufsalltag bei. Laut einer aktuellen Umfrage der ARS Akademie sehen 78 Prozent einen positiven Einfluss regelmäßiger Weiterbildung. Fachliche Kompetenz, Selbstvertrauen und Lernbereitschaft werden dabei wichtiger eingeschätzt als externe Faktoren wie die Unterstützung durch Vorgesetzte.
Fachliche Kompetenz und die Bereitschaft, Neues zu lernen, sind für viele Menschen in Österreich entscheidende Faktoren, um mit Veränderungen und Herausforderungen im Berufsalltag umzugehen. Eine aktuelle Umfrage der ARS Akademie zeigt, dass 78 Prozent der Befragten lebenslanges Lernen und regelmäßige Weiterbildung als wichtigen Beitrag zu ihrem persönlichen Sicherheitsgefühl im Berufsleben betrachten.
Die Untersuchung wurde vom Marktforschungsinstitut TQS Research im September 2026 unter 1.000 Personen in Österreich durchgeführt. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Faktoren das Vertrauen stärken, neue oder unerwartete berufliche Situationen bewältigen zu können.
Die Ergebnisse zeigen, dass persönliche Fähigkeiten und die Bereitschaft zur Weiterentwicklung besonders häufig genannt werden. Externe Faktoren wie finanzielle Absicherung oder Unterstützung durch Vorgesetzte spielen in der Selbsteinschätzung eine geringere Rolle.
Fachliche Kompetenz und Lernbereitschaft geben Sicherheit
Jeweils 36 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen ihre fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten, das Vertrauen in diese Kompetenzen sowie die Bereitschaft, Neues zu lernen, Sicherheit im Umgang mit beruflichen Veränderungen vermitteln.
Auch die bisherige Berufserfahrung ist mit 34 Prozent ein wichtiger Faktor. Ein sicherer Arbeitsplatz wird von 32 Prozent als Grundlage für das Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit genannt.
Andere Rahmenbedingungen werden seltener angeführt. Die persönliche finanzielle Absicherung erreicht 26 Prozent, während die Unterstützung durch Vorgesetzte und Kollegen von 19 Prozent genannt wird.
Nach Einschätzung der ARS Akademie verdeutlichen diese Ergebnisse, dass persönliche Kompetenzen beim Umgang mit Veränderungen eine wesentliche Rolle spielen.

„Persönliche Kompetenzen werden durchgehend als wichtiger eingeschätzt als externe Faktoren, wenn es darum geht, mit einer sich wandelnden Arbeitswelt und neuen Aufgaben umzugehen“, erklärt Richard Melbinger, Geschäftsführer der ARS Akademie.
Die Untersuchung erfasst dabei die subjektive Einschätzung der Befragten. Sie zeigt, welche Faktoren Menschen persönlich als hilfreich wahrnehmen, erlaubt jedoch keine unmittelbaren Rückschlüsse auf deren tatsächliche psychische Belastbarkeit.
Mehrheit vertraut auf die eigene Lernfähigkeit
Die Befragung zeigt auch ein hohes Vertrauen in die Fähigkeit, neue Anforderungen durch Lernen bewältigen zu können.
88 Prozent stimmen der Aussage „Wenn ich etwas noch nicht kann, kann ich es lernen“ voll und ganz oder eher zu.
84 Prozent trauen sich zu, schwierige berufliche Situationen zu bewältigen. Weitere 83 Prozent geben an, sich gerne neues Wissen anzueignen, wenn dieses benötigt wird.
Diese Ergebnisse verdeutlichen den Stellenwert der persönlichen Lernbereitschaft. Weiterbildung wird dabei nicht ausschließlich mit formalen Qualifikationen oder beruflichem Aufstieg verbunden, sondern auch mit dem Vertrauen, neuen Aufgaben gewachsen zu sein.
78 Prozent sehen positiven Einfluss von Weiterbildung
Besonders deutlich fällt die Einschätzung des Zusammenhangs zwischen Weiterbildung und beruflicher Sicherheit aus.
78 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass lebenslanges Lernen und regelmäßige Weiterbildung ihr persönliches Sicherheitsgefühl im Berufsleben sehr oder eher stark positiv beeinflussen.
Lediglich zwei Prozent erkennen darin einen eher geringen oder überhaupt keinen positiven Einfluss.
Die möglichen Auswirkungen von Weiterbildung werden unterschiedlich bewertet:

62 Prozent der Befragten verbinden Weiterbildung damit, sich fachlich kompetenter zu fühlen. 57 Prozent erwarten mehr Selbstvertrauen, während 53 Prozent darin eine Möglichkeit sehen, neue Herausforderungen leichter zu bewältigen.
52 Prozent nennen ein gestärktes Selbstbewusstsein als möglichen Effekt. 47 Prozent sehen positive Auswirkungen auf das persönliche Wohlbefinden.
Die Ergebnisse beschreiben die Erwartungen und Einschätzungen der Befragten. Ein unmittelbarer kausaler Zusammenhang zwischen Weiterbildung und psychischer Gesundheit wurde im Rahmen der Umfrage nicht untersucht.
Resilienz gewinnt im Berufsalltag an Bedeutung
Veränderungen in der Arbeitswelt können neue Anforderungen mit sich bringen. Die Fähigkeit, sich auf ungewohnte Situationen einzustellen und trotz Belastungen handlungsfähig zu bleiben, wird häufig unter dem Begriff Resilienz zusammengefasst.
Dabei geht es um psychische Widerstandsfähigkeit und die Fähigkeit, auf Herausforderungen angemessen zu reagieren.
Aus Sicht der ARS Akademie kann Weiterbildung dazu beitragen, das Vertrauen in die eigenen Handlungsmöglichkeiten zu stärken.
„Mentale Gesundheit am Arbeitsplatz hängt daher auch davon ab, wie gut Menschen mit Veränderung und damit einhergehenden neuen Anforderungen umgehen können“, erklärt Melbinger.
Regelmäßiges Lernen kann insbesondere dort als unterstützend wahrgenommen werden, wo neue Technologien, veränderte Aufgaben oder zusätzliche fachliche Anforderungen Unsicherheit auslösen.
Die Ergebnisse der Untersuchung legen nahe, dass viele Befragte Weiterbildung nicht nur als Instrument zur Verbesserung ihrer beruflichen Qualifikation betrachten, sondern auch als Möglichkeit, mit Veränderungen selbstsicherer umzugehen.
„Weiterbildung wird häufig rein als Instrument für den nächsten Karriereschritt verstanden“, sagt Melbinger. „Die Ergebnisse zeigen aber deutlich, dass Weiterbildung weit mehr sein kann. Wer regelmäßig lernt, kann mehr Resilienz im Umgang mit Veränderungen entwickeln.“
Persönliche Motivation wichtiger als Erwartungen des Arbeitgebers
Die Untersuchung beschäftigt sich auch mit den Beweggründen für berufliche Weiterbildung.
An erster Stelle steht der Wunsch, fachlich auf dem neuesten Stand zu bleiben. 24 Prozent der Befragten nennen dies als wichtigsten Grund für ihre Weiterbildungsaktivitäten.
Für 20 Prozent ist die persönliche Weiterentwicklung ausschlaggebend. Weitere 18 Prozent möchten durch Weiterbildung ihre beruflichen Chancen verbessern.
Neun Prozent nutzen Bildungsangebote, um neue berufliche Möglichkeiten zu entdecken.
Die Erwartungen des Arbeitgebers werden hingegen nur von drei Prozent als wichtigster Grund genannt.
Damit stehen bei den Befragten vor allem die eigenen fachlichen und persönlichen Entwicklungsziele im Vordergrund.
Weiterbildung als Bestandteil beruflicher Entwicklung
Die Ergebnisse zeigen, dass fachliche Kenntnisse, Lernbereitschaft und Selbstvertrauen für viele Menschen eng mit ihrem Sicherheitsgefühl im Berufsleben verbunden sind.

Für Unternehmen und Personalverantwortliche liefern diese Einschätzungen Hinweise darauf, welche Bedeutung Beschäftigte ihrer persönlichen Weiterentwicklung beimessen.
Weiterbildungsangebote können demnach nicht nur für den Erwerb neuer Qualifikationen relevant sein, sondern werden von vielen Beschäftigten auch mit einem gestärkten Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten verbunden.
Gleichzeitig bleibt die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz ein vielschichtiges Thema, das nicht allein durch individuelle Weiterbildung beeinflusst wird.
Die Befragung macht vor allem deutlich, dass lebenslanges Lernen von einem großen Teil der österreichischen Bevölkerung als positive Ressource im Umgang mit beruflichen Veränderungen wahrgenommen wird.
Zur Studie
Die Umfrage wurde von TQS Research im Auftrag der ARS Akademie zwischen dem 17. und 22. September 2026 durchgeführt.
Insgesamt nahmen 1.000 Personen in Österreich an computergestützten Online-Interviews (CAWI) teil. Die Stichprobe war nach Geschlecht, Alter, Bundesland und Bildung repräsentativ zusammengesetzt.
Die ARS Akademie ist ein privater Weiterbildungsanbieter in Österreich und bietet Fachseminare sowie berufliche Weiterbildungsprogramme in unterschiedlichen Themenbereichen an.
Weitere Informationen: ARS Akademie
