KESCH-Trendreport 2026: Warum Events mehr sein müssen als Inszenierung
Der neue „Event & Brand Experience Trendreport 2026“ der Agentur KESCH sieht die Branche an einem Wendepunkt: Künstliche Intelligenz wird operativ, Nachhaltigkeit wird messbar, und erstmals treffen fünf Generationen zugleich auf Events. Der Report argumentiert, dass Relevanz, emotionale Wirkung und Community-Building wichtiger werden als Reichweite oder Größe.
Fünf Generationen im Publikum, KI als Standard und Nachhaltigkeit als messbare Größe:
Der „Event & Brand Experience Trendreport 2026“ der internationalen Brand-Experience-Agentur KESCH beschreibt Events als strategischen Erfolgsfaktor – und nicht mehr als bloßen Marketing-Touchpoint. Unter dem Leitmotiv „The Age of Meaningful Experiences“ analysiert der Report zehn Entwicklungen, die Events, Markeninszenierungen und Unternehmenskommunikation im kommenden Jahr prägen sollen.

Laut KESCH basiert der Report auf einer Befragung von 35 europäischen Event-Agenturen aus dem BEIC-Netzwerk sowie dem Abgleich mit internationalen Studien und Marktdaten. Die Ergebnisse: Viele Unternehmen setzen stärker auf Qualität des Teilnehmer:innenerlebnisses, Innovation und neue Technologien – zugleich bleiben Budgetdruck und Unsicherheiten zentrale Rahmenbedingungen. Für 2026 rechnet die Branche demnach überwiegend mit stabilen oder steigenden Eventzahlen.
Deutliche Unterschiede ortet der Report im Vergleich Europa–USA: Während Live-Events in beiden Märkten strategisch relevant bleiben, setze Europa stärker auf Stabilität, Erlebnisqualität und langfristige Beziehungen. In den USA stehe häufiger Performance und ROI im Vordergrund. Gemeinsamer Nenner sei, dass KI zum Standard werde – allerdings mit unterschiedlichen Zielsetzungen.
Als wesentlichen Treiber nennt KESCH den „Generational Change“: Erstmals seien fünf Generationen gleichzeitig auf Events vertreten – mit unterschiedlichen Erwartungen an Inhalte, Tonalität und Interaktion. Statt „One-Size-Fits-All“ würden Micro-Communities, modulare Agenden und zielgruppenspezifische Erlebnisräume wichtiger. Auch Networking verändere sich: Große Empfänge verlören an Bedeutung, kuratierte Kleingruppen und thematische Formate würden an Relevanz gewinnen.
Parallel dazu werde KI entlang des gesamten Event-Lifecycles eingesetzt – von Planung und Personalisierung über „Smart Networking“ bis zur Analyse der Wirkung. KESCH spricht in diesem Zusammenhang auch von neuen Möglichkeiten der ROE-Messung (Return on Experience). Technologie solle dabei im Hintergrund unterstützen, nicht das Erlebnis dominieren.
Einen weiteren Schwerpunkt setzt der Report auf kleinere, personalisierte Formate („Small is the new luxury“) – etwa Executive Dinners, Retreats oder Micro-Events. Entscheidend sei weniger das Budget als kreative Idee, Storytelling und emotionale Relevanz („Creativity First“). Nachhaltigkeit wiederum werde 2026 weniger als Symbolik verstanden, sondern als transparente, datenbasierte Entscheidung – inklusive Mobilität, Energie, Food-Konzepten sowie Inklusion und Barrierefreiheit.
Inhaltlich, so KESCH, verlagere sich der Anspruch in Richtung Authentizität, Interaktion und „Real Talk“ statt stark polierter Panels. Content, Networking und Experience würden stärker verschmelzen. Zudem wachse der Bereich Employee Experience: Interne Formate wie Onboarding-Events, Learning Camps oder Culture Days würden als Kultur- und Identitätsinstrumente wichtiger.

© KESCH
Thomas Kenyeri, Gründer und CVO von KESCH, fasst die Entwicklung so zusammen: Events seien „2026 keine isolierten Maßnahmen mehr“, sondern „Kultur, Identität und Beziehungstreiber – intern wie extern“. Präsentiert wurde der Report laut KESCH diese Woche im Rahmen der BOE-Erlebnismarketing Messe in Dortmund.
Der vollständige „Event & Brand Experience Trendreport 2026“ steht laut KESCH hier zum Download bereit.
