willhaben reduziert Werbedichte

willhaben stellt sein digitales Vermarktungsangebot neu auf und reduziert ab sofort die Werbedichte. Künftig will der Marktplatz ausschließlich kontextuell relevante Werbung ausspielen, in der App sollen nur noch native Werbeformate zu sehen sein.

© willhaben / Daniel Waschnig Photography
Sylvia Dellantonio, willhaben-Geschäftsführerin
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willhaben reduziert ab sofort die Werbedichte auf seiner Plattform und richtet das digitale Vermarktungsangebot neu aus. Künftig soll ausschließlich kontextuell relevante Werbung ausgespielt werden, in der willhaben-App setzt das Unternehmen nach eigenen Angaben nur noch auf native Werbeformate. Ziel sei es, die Plattform-Qualität und die Nutzererfahrung zu verbessern und gleichzeitig Werbebotschaften im Umfeld des willhaben-Kerngeschäfts wirkungsvoller zu platzieren.

Nach Angaben des Unternehmens sollen insbesondere Werbeangebote, die inhaltlich nahe am willhaben-Content liegen, von höherer Aufmerksamkeit profitieren. Dazu werde unter anderem auf großflächige Werbeformen verzichtet. willhaben spricht in diesem Zusammenhang von einer „kompromisslosen“ Reduktion der Werbedichte und kündigt an, bestimmte digitale Werbekonzepte künftig nicht mehr anzubieten – auch wenn das mit Umsatzverzicht verbunden sei.

Geschäftsführerin Sylvia Dellantonio begründet den Schritt mit dem Fokus auf Relevanz: Man wolle Botschaften nur mehr dort platzieren, wo sie für Nutzer und Werbepartner den höchsten Mehrwert bieten. Gleichzeitig kündigt willhaben an, das kontextuelle Matching weiter auszubauen. Werbung solle sich „harmonisch“ in das Angebot für mehr als vier Millionen Nutzer einfügen.

Auch Jochen Schneeberger, Head of Digital Advertising bei willhaben, betont den Qualitätsanspruch und sieht in der Reduktion der Werbedichte eine Möglichkeit, Aufmerksamkeit und Wirksamkeit relevanter Botschaften zu erhöhen. Die neuen nativen Formate sollen stärker in den Content integriert werden und dadurch die Akzeptanz steigern. Zudem verzichte willhaben gezielt auf „Programmatic Open“, um ein exklusiveres Premium-Umfeld zu schaffen, heißt es.