Weiterbildung 2027: Wissen im Beruf wirksam einsetzen
Künstliche Intelligenz verändert die Weiterbildung: Gefragt ist zunehmend, wie sich neue Werkzeuge in der eigenen Tätigkeit sinnvoll anwenden lassen. Die ARS Akademie sieht für 2027 außerdem Schwerpunkte bei Führung, konkreten Fähigkeiten und dem Lernen im persönlichen Austausch.
KI ist inzwischen in vielen Berufsfeldern ein Weiterbildungsthema. Nach Beobachtung der ARS Akademie interessieren sich Teilnehmende besonders dafür, wie sie Anwendungen in ihrem Arbeitsbereich einsetzen können und welche Daten dafür verwendet werden dürfen. Entsprechende Inhalte finden sich daher zunehmend auch in Schulungen für einzelne Berufe und Branchen.

© ARS Akademie
„Der Fokus liegt nun auf dem Transfer in die jeweilige Jobrolle“, sagt Richard Melbinger, Geschäftsführer der ARS Akademie. Weiterbildung wird damit stärker an den Aufgaben ausgerichtet, die Beschäftigte tatsächlich übernehmen. Die Akademie stützt ihre Trendbeschreibung auf Erfahrungen mit ihrem Seminarangebot und der Nachfrage nach Schulungen.
Führung verbindet Technik und Menschen
Auch Führungskräfte beschäftigen sich verstärkt mit den Möglichkeiten von Digitalisierung und KI. Aus Sicht Melbingers kommt es darauf an, deren Nutzen für das Unternehmen zu erkennen und Mitarbeiter bei der Anwendung neuer Arbeitsweisen zu begleiten.
Gute Führung verbindet dabei zwei Aufgaben: Sie schafft Orientierung für die Entwicklung des Unternehmens und unterstützt Menschen dabei, ihre Fähigkeiten einzubringen. Weiterbildung zu Führung und Persönlichkeit bleibt nach Angaben der ARS Akademie entsprechend stark nachgefragt.
Konkrete Fähigkeiten zählen
Die Akademie beobachtet zudem ein wachsendes Interesse an Fähigkeiten, die sich unmittelbar im Beruf einsetzen lassen. Bei der Personalauswahl könne neben der ursprünglichen Ausbildung stärker zählen, was Bewerber bereits beherrschen und welche zusätzlichen Kompetenzen sie erworben haben. Kürzere Lehrgänge mit Zertifikatsabschluss bieten eine Möglichkeit, solche Kenntnisse gezielt aufzubauen.
Dazu gehört auch kritisches Denken. Wenn Informationen mit KI rasch verfügbar sind, wird es umso wichtiger, ihre Qualität und Relevanz fachlich beurteilen zu können. Melbinger sieht fundiertes Fachwissen als Grundlage dafür.
Lernen im persönlichen Austausch
Für die Weiterbildung selbst bleibt der Austausch mit anderen ein wichtiger Bestandteil. In sogenannten Peer Groups treffen Menschen mit unterschiedlichen beruflichen Erfahrungen aufeinander. Ihre Perspektiven können helfen, neue Ideen zu entwickeln und Wissen auf die eigene Praxis zu übertragen.
Die ARS Akademie berichtet, dass Präsenzveranstaltungen weiterhin besonders beliebt sind. Zugleich ermöglichen Online-Kurse und kombinierte Formate mehr Flexibilität. Entscheidend ist für Melbinger, dass Teilnehmende das erworbene Wissen anschließend im Berufsalltag nutzen können.
