PR Tech Day rückt GEO und KI in der Kommunikation in den Fokus

© Viktoria Morgenstern
PR Tech Day mit Fokus auf GEO und KI
Mehr als 100 Teilnehmer vor Ort und online verfolgten am 15. April den 3. PR Tech Day in der Österreichisch-Amerikanischen Gesellschaft in Wien. Die Veranstaltung, organisiert vom CommClubs Bayern und »OBSERVER« Brand Intelligence, bot Einblicke in aktuelle Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz, Generative Engine Optimization und datengetriebene Kommunikation.
Strategische Bedeutung von GEO
Eröffnet wurde der PR Tech Day von Petra Lorenz, Präsidentin des CommClubs Bayern. Im Anschluss führte GEO-Experte René Detter in die Grundlagen und die strategische Bedeutung von Generative Engine Optimization ein. Darauf aufbauend zeigte KI-Consultant Saugaat Narula von der PR-Agentur Ketchum praxisnah, wie sich GEO-Erkenntnisse konkret in Kommunikationsstrategien integrieren lassen.
Einblicke aus der Agenturpraxis lieferten auch Grayling, vertreten durch Managing Director Moritz Arnold und Senior Consultant Valerie Pechhacker. Sie präsentierten ihren eigens entwickelten GEO Reputation Index, mit dem Kunden ihre Sichtbarkeit in KI-basierten Systemen gezielt steigern können.
Vor der Kaffeepause widmete sich Mathias Lipp-Rosenthal den neuesten Entwicklungen rund um KI-Assistenten und deren Einsatzmöglichkeiten in der Kommunikationsarbeit.
Sicherheit und Kontrolle im Umgang mit KI
Die zweite Hälfte des Events eröffnete Helmut Niessner mit einem kritischen Blick auf Sicherheitsaspekte automatisierter Systeme. Er betonte die Notwendigkeit menschlicher Kontrolle und warnte davor, KI-Ergebnissen blind zu vertrauen.
„Man darf KI nicht mit einem Taschenrechner vergleichen, der immer zu 100 % die richtigen Ergebnisse liefert. Die Kontrolle durch den Menschen bleibt entscheidend, um Fehler und Halluzinationen durch KI korrigieren zu können.“
Im Anschluss gab Stephan Ifkovits, Marketingleiter bei »OBSERVER«, Einblicke in die aktuell gefragtesten Prompt-Arten, die Unternehmen und Agenturen bei »OBSERVER« beobachten lassen. Die Teilnehmer erfuhren so, welche Themenfelder in der KI-gestützten Kommunikation besonders relevant sind und am häufigsten abgefragt werden.
Neue Modelle für Bewertung und Marktforschung
Neue Ansätze zur Bewertung digitaler Kommunikation präsentierten Maximilian Heske und Jan Ritter von digiknall mit einem Modell zur Werbewertberechnung von Social-Media-Aktivitäten.
Einen gesellschaftlichen Impuls setzte SISTERHOOD Berlin: Anja Teßmann und Julie Teßmann thematisierten Stereotype und Diskriminierung in KI-Trainingsdaten. Sie plädierten für ein bewusstes, inklusives Prompting sowie den Einsatz alternativer KI-Modelle wie COCO.
Den Abschluss der Vortragsreihe bildeten »OBSERVER«-Geschäftsführer Florian Laszlo und Oliver Vogel von Digital Twin Consulting mit einem Ausblick auf KI-getriebene Marktforschung. Digitale Zwillinge als KI-basierte Panels sollen künftig schnellere, laufende und kosteneffiziente Markterhebungen ermöglichen.
Panel und Ausblick auf den nächsten Termin
Im anschließenden Panel diskutierten die Vortragenden den idealen KI-Workflow in der Kommunikationspraxis. Während der Livestream für Online-Teilnehmer um 19.30 Uhr endete, nutzten die Gäste vor Ort noch die Gelegenheit zum Networking bei Food und Drinks.
Der Event-Verantwortliche Stephan Ifkovits von »OBSERVER« zog ein positives Fazit: „Es war uns eine Freude, mit so vielseitigen Expert:innen die neuesten technologischen Entwicklungen in der Kommunikationsbranche zu besprechen. Unser Dank gilt allen Teilnehmenden vor Ort sowie online für ihr großes Interesse und die engagierten Diskussionen.“
Die Fortsetzung ist bereits geplant: Der 4. PR Tech Day findet am 6. Oktober 2026 in Nürnberg statt.
