MA 2025 Österreich: Gewinner, Verlierer und Tipps für KMU

Die neue Media-Analyse Österreich 2025 zeigt, wie sich Reichweiten im heimischen Medienmarkt verschieben. Für Unternehmen, Agenturen und besonders für KMU ist das relevant, weil die Studie deutlich macht, welche Medienmarken an Reichweite gewinnen, welche verlieren und in welchen Bereichen aktuell die interessantesten Wachstumsfelder liegen.

Vor allem für kleine und mittlere Unternehmen ist die MA 2025 mehr als eine Branchenstudie. Sie ist ein praktischer Hinweis darauf, wo Werbung heute effizienter wirken kann.

Was ist die MA 2025?

Die Media-Analyse Österreich 2025 wurde am 9. April 2026 veröffentlicht und basiert auf 14.403 Interviews. Sie bildet die Mediennutzung von 7.805.512 Personen ab 14 Jahren in Österreich ab.

Die Studie gilt als zentrale Währung für Printmedienreichweiten in Österreich und ist damit eine wichtige Grundlage für Mediaplanung, Werbebewertung und Marktbeobachtung.

Die wichtigsten Gewinner der MA 2025

Zu den auffälligsten Gewinnern in Print/ePaper zählen:

  • Kleine Zeitung (Sonntag)
  • Frisch gekocht
  • TV Media
  • Heute
  • oe24

Diese Titel konnten ihre Reichweite gegenüber der Vorperiode sichtbar steigern. Auffällig ist dabei, dass vor allem Medien zulegen, die entweder regional stark, nutzwertig oder im Alltag der Leserinnen und Leser besonders präsent sind.

Die wichtigsten Verlierer der MA 2025

Auf der Seite der Rückgänge zeigen sich unter anderem diese Titel:

  • Kronen Zeitung
  • The Red Bulletin
  • Bundesländerinnen-Kombi
  • NÖN
  • Weekend Magazin

Auch wenn einzelne große Marken verlieren, bedeutet das nicht automatisch, dass sie als Werbeumfeld uninteressant werden. Es zeigt aber, dass sich Reichweite heute stärker verteilt und nicht mehr allein durch Marktgröße abgesichert ist.

Wo die Wachstumsfelder liegen

Ein besonders spannender Befund der MA 2025: Wachstum findet aktuell vor allem dort statt, wo Medien klare Relevanz im Alltag haben.

Dazu zählen vor allem:

  • regionale Tageszeitungen
  • Wochenendausgaben
  • Special-Interest-Titel
  • Nutzwert-Magazine

Für Werbetreibende bedeutet das: Ein passendes Umfeld kann oft wertvoller sein als reine Massenreichweite. Gerade für KMU ist das entscheidend, weil begrenzte Budgets möglichst effizient eingesetzt werden müssen.

Warum die MA 2025 für KMU besonders wichtig ist

Für KMU in Österreich ist die Media-Analyse vor allem ein Werkzeug zur besseren Orientierung. Sie hilft bei der Frage: Welche Medien erreichen meine Zielgruppe in meiner Region am sinnvollsten?

Daraus ergeben sich einige klare Ableitungen.

Regional planen

Wer regional verkauft, sollte regional werben. Für lokale Anbieter sind starke Medien im eigenen Bundesland oder Einzugsgebiet meist sinnvoller als breite nationale Präsenz.

Relevanz vor Größe stellen

Nicht das größte Medium ist automatisch das beste Werbeumfeld. Entscheidend ist, ob das Medium zur Zielgruppe, zum Angebot und zum Nutzungsmoment passt.

Print und Digital kombinieren

Die MA weist mit CMR (CrossMediaReach) aus, wie stark viele Medienmarken zusätzlich über Web und App wirken. Für KMU kann ein kombinierter Auftritt daher deutlich interessanter sein als eine reine Printschaltung.

Werbung messbar machen

Landingpages, QR-Codes, Aktions-URLs oder Gutscheincodes helfen dabei, Werbewirkung besser zu erfassen und Budgets künftig gezielter zu steuern.

Was man bei der Interpretation beachten sollte

Die MA weist selbst auf statistische Schwankungsbreiten hin. Deshalb sollten Veränderungen nicht vorschnell überinterpretiert werden, vor allem bei kleineren Titeln oder speziellen Zielgruppen.

Wichtig ist außerdem: CMR-Werte sind wegen der ÖWA-Methodenumstellung ab Jänner 2025 nicht mit Vorjahren vergleichbar. Für belastbare Trendvergleiche eignet sich daher vor allem die Entwicklung bei Print/ePaper.

Fazit

Die MA 2025 zeigt keine einfache Verlierer-Geschichte des Printmarkts, sondern eine Neuverteilung von Aufmerksamkeit. Reichweite bleibt wichtig, aber sie entsteht stärker dort, wo Medien regional verankert, nützlich und klar positioniert sind.

Für KMU ist das eine Chance. Denn wenn nicht mehr nur Größe zählt, sondern Relevanz und Passung, können auch kleinere Werbebudgets deutlich effizienter eingesetzt werden. Wer Zielgruppe, Region und Medium sauber zusammenführt, verbessert die Chancen auf wirksame Sichtbarkeit erheblich.

 

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