Shopfully-Studie: Werbung hilft bei Angeboten und Planung
Eine aktuelle Shopfully-Studie zeigt, wann Werbung von Konsumenten als hilfreich wahrgenommen wird. Besonders relevant sind Angebote, Orientierung und Unterstützung bei der Einkaufsplanung. KI spielt beim Shopping bislang noch eine kleinere Rolle.

Werbung muss konkreten Nutzen bieten
Werbung wird von Konsumenten dann geschätzt, wenn sie einen konkreten Mehrwert bietet. Das zeigt die aktuelle Shopfully-Umfrage „The State of Shopping 2026“. Demnach wird Werbung vor allem dann als hilfreich wahrgenommen, wenn sie Orientierung bietet, bei der Planung unterstützt oder Preisvorteile sichtbar macht.
Gleichzeitig ist der Einsatz von KI bei der Einkaufsplanung bislang noch nicht in der breiten Masse angekommen. Auch bei personalisierten Angeboten ist die Bereitschaft zur Datenteilung an Gegenleistung, Transparenz und Kontrolle geknüpft.
Angebote und Planung stehen im Vordergrund
Für Handel und Marken ist entscheidend, wann Kommunikation als hilfreich wahrgenommen wird. Werbung überzeugt vor allem dann, wenn sie Konsumenten im Angebots- und Informationsumfeld unterstützt. 46 Prozent finden Werbung nützlich, wenn sie Werbeaktionen sichtbar macht, die sonst übersehen würden. 38 Prozent nennen Werbung hilfreich, wenn sie die Einkaufsplanung unterstützt. 30 Prozent schätzen Werbung, wenn sie Produkte passend zu ihren Bedürfnissen zeigt.
Werbung überzeugt damit vor allem dann, wenn sie konkret und alltagsnah ist: als Hinweis auf relevante Angebote, als Planungshilfe oder als passende Produktempfehlung. Wer Wirkung erzielen will, muss nicht lauter werden, sondern relevanter.

KI beim Shopping bleibt vorerst eine Nische
KI hält schrittweise Einzug in den Einkaufsalltag. 13 Prozent der Befragten haben in den vergangenen zwölf Monaten KI genutzt, um Kaufentscheidungen zu treffen. Angesichts dessen, dass Technologien wie ChatGPT erst seit wenigen Jahren einem breiten Publikum zugänglich sind, wertet Shopfully diesen Wert als positiven Ausgangspunkt für die shoppingrelevante Nutzung von KI-Tools.
Als Recherchequelle vor Kaufentscheidungen spielt KI bislang noch eine kleinere Rolle. Bei der Frage, wo online nach Informationen gesucht wird, nennen vier Prozent KI-Plattformen wie ChatGPT oder Gemini.
Wenn Verbraucher KI im Einkauf nutzen würden, dann vor allem für klar definierte, alltagsnahe Aufgaben. 38 Prozent interessieren sich für Preisvergleiche zwischen Händlern. 24 Prozent wünschen sich Unterstützung dabei, irreführende Angebote oder Preisgestaltungstricks zu erkennen. 21 Prozent finden Funktionen attraktiv, die Preisrückgänge bei gewünschten Artikeln verfolgen.
Gleichzeitig ist die Skepsis gegenüber KI-Features noch hoch. 49 Prozent geben an, keine der abgefragten KI-gestützten Shopping-Funktionen nutzen zu wollen und Entscheidungen lieber selbst zu treffen.
Allgemeine KI-Plattformen dominieren
Ein Blick auf die genutzten Tools zeigt, dass KI beim Shopping bislang eher über allgemeine Plattformen statt über spezialisierte Einkaufsassistenten stattfindet. Unter jenen, die KI in ihrer Einkaufsvorbereitung bereits genutzt haben, nennen 91 Prozent klassische KI-Plattformen. Virtuelle Einkaufsassistenten werden mit neun Prozent bislang deutlich seltener genutzt.
Datenteilung braucht Gegenleistung und Kontrolle
Beim Thema Daten zeigt sich ein klares Muster. Wenn Konsumenten einen spürbaren finanziellen Vorteil sehen, steigt die Bereitschaft zur Datenteilung deutlich. 39 Prozent wären bereit, ihre Daten weiterzugeben, wenn dadurch bessere Angebote und Rabatte möglich werden. Gleichzeitig möchten 39 Prozent ihre Daten grundsätzlich nicht teilen.
Viele knüpfen ihre Bereitschaft zudem an klare Bedingungen. 33 Prozent möchten ihre Einwilligung leicht steuern oder widerrufen können. 21 Prozent wollen genau verstehen, wie ihre Daten verwendet werden. Personalisierte Produktempfehlungen allein überzeugen dagegen nur wenige. Lediglich acht Prozent würden dafür ihre Daten teilen.
Für Handel und Marken ergibt sich daraus ein klarer Auftrag. Personalisierung funktioniert nicht als Selbstzweck, sondern muss nachvollziehbar, kontrollierbar und spürbar vorteilhaft sein. Wer diese Erwartungen erfüllt und auf Transparenz setzt, kann Vertrauen aufbauen, Relevanz schaffen und langfristig von der wachsenden Offenheit der Konsumenten profitieren.
Nutzen entscheidet über Akzeptanz

© Shopfully
„Die Ergebnisse zeigen, dass Konsument:innen Werbung und Technologie nicht grundsätzlich ablehnen. Sie erwarten aber einen klaren Nutzen. Werbeformate müssen Orientierung und konkrete Vorteile für den einzelnen Shopper liefern, und auch KI wird nur dann relevant, wenn sie Transparenz schafft und beim Sparen hilft“, sagt Julian Klein, Country Manager Germany bei Shopfully.
Über die Studie
Shopfully führte die Studie „The State of Shopping 2026“ im März 2026 durch. Erhoben wurden Daten von einer Stichprobe von 6.605 Nutzern in acht europäischen Ländern: Österreich, Bulgarien, Frankreich, Deutschland, Italien, Rumänien, Spanien und Ungarn. Befragt wurden Personen ab 25 Jahren, die die firmeneigenen Apps von Shopfully nutzen.
