20 Seconds for Art 2026: Die besten Kurzfilme gekürt

INFOSCREEN und KÖR Wien haben die Gewinnerfilme der siebten Ausgabe von „20 Seconds for Art“ gekürt. Die fünf prämierten Kurzfilme zum Thema „Der Mensch und die intelligente Maschine“ sind von 6. Juli bis 30. August 2026 österreichweit auf mehr als 4.800 INFOSCREENs zu sehen.

© Wolfgang Kern / INFOSCREEN
Die 20 SECONDS FOR ART Jurymitglieder mit Edith Frauscher, Asija Ismailovski und Sascha Berndl.
V.l.n.r.: Edith Frauscher (INFOSCREEN), Stefanie Paffendorf (INFOSCREEN), Asija Ismailovski (KÖR Wien), Cornelia Offergeld (KÖR Wien), Sascha Berndl (INFOSCREEN), Eva Sangiorgi (VIENNALE), Erich Prem (Verein Digitaler Humanismus), Nadim Samman (Vienna Digital Cultures)
© Wolfgang Kern / INFOSCREEN

INFOSCREEN und KÖR Wien haben die Gewinner der siebten Auflage des Kurzfilm-Wettbewerbs „20 Seconds for Art“ bekanntgegeben. Unter dem Thema „Der Mensch und die intelligente Maschine“ wurden insgesamt 91 Arbeiten eingereicht. Eine fünfköpfige Jury wählte Anfang Juni die fünf besten Kurzfilme aus.

Die ausgezeichneten Filmemacher erhalten jeweils 1.000 Euro Preisgeld. Zusätzlich werden alle fünf prämierten Filme von 6. Juli bis 30. August 2026 österreichweit auf mehr als 4.800 INFOSCREENs gezeigt. Damit erreichen die Kurzfilme ein Millionenpublikum in und um die öffentlichen Verkehrsmittel in Wien, Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt, Wels, Bregenz, Eisenstadt und Steyr.

Fünf Filme ausgezeichnet

Zu den Siegerfilmen von „20 Seconds for Art“ 2026 zählen „Gemeinsam im Tunnel“ von Emil Baumann, „Into the Blue“ von Jennifer Dünser, „Higher Five“ von Michael Heindl, „Das Ungreifbare und das Begreifen“ von Oliver Schürer sowie „Rob und Bob“ von Benjamin Heil, Elias Hönle, Thomas Keschl und Sebastian Voitl.

Die Jury bestand aus Cornelia Offergeld, künstlerische Leitung KÖR Wien, Stefanie Paffendorf, Programmdirektorin INFOSCREEN, AI-Ethiker Erich Prem vom Verein Digitaler Humanismus, Nadim Samman, Kurator Vienna Digital Cultures 2026, und Viennale-Direktorin Eva Sangiorgi.

Veronica Kaup-Hasler, amtsführende Stadträtin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Wien, bedankte sich bei den Gewinnern und allen Teilnehmenden des Wettbewerbs. Die Filme zeigten eindringliche künstlerische Auseinandersetzungen mit dem Verhältnis von Mensch und intelligenter Maschine. „Sie öffnen neue Perspektiven, machen Machtverhältnisse sichtbar und stellen Fragen nach Verantwortung und Ethik“, so Kaup-Hasler.

KI als Thema im Alltag

Cornelia Offergeld, künstlerische Leiterin von KÖR Wien, verweist auf die lange Faszination des Menschen für denkende künstliche Wesen. „Was erst auf Science-Fiction beschränkt war, drängt nun durch KI massiv in unsere Lebensrealität. 20 Seconds for Art bietet den Preisträgern einen Raum für eine öffentliche künstlerische Reflexion über KI, die durch die Ausstrahlung auf INFOSCREEN viele Menschen in ihrem Alltag erreicht.“

Auch INFOSCREEN-Geschäftsführer Sascha Berndl sieht in den ausgezeichneten Beiträgen einen Denkanstoss für das Publikum des ÖFFI-TV. „Allein die Frage, ob Maschinen wirklich intelligent sind, also abstrakt und vernünftig denken können, ist kontrovers. Umso interessanter sind die Einordnungen, Visionen, Hoffnungen und Befürchtungen, mit denen uns die Filmschaffenden konfrontieren. Ihre Movies sind kluge, bunte, witzige und nachdenkliche Ausblicke auf unsere Gesellschaft.“

Künstlerische Positionen von Vorarlberg bis Wien

Die Ausschreibung richtete sich an Künstler, Studierende oder Absolventen einer künstlerischen, grafischen oder filmischen Ausbildung sowie an künstlerisch tätige Personen aus dem In- und Ausland ab 18 Jahren. Am 1. Juni 2026 bewertete die Jury die 91 eingereichten Arbeiten.

Emil Baumann hinterfragt in „Gemeinsam im Tunnel“ durch paradoxe Situationen spielerisch und humorvoll den Umgang der Gesellschaft mit digitalen Technologien. Dazu verlegt Baumann Beobachtungen aus dem öffentlichen Nahverkehr in die Natur.

Der rasant geschnittene Film „Into the Blue“ von Jennifer Dünser zeigt, wie einst revolutionäre Werkzeuge alltäglich geworden sind. Die Rückschau regt zur Reflexion über den Zusammenhang zwischen technologischem und menschlichem Fortschritt an.

Michael Heindl thematisiert in „Higher Five“ ein Defizit generativer KI: ihr Unvermögen, Hände anatomisch korrekt darzustellen. Die Ausdruckskraft eines einfachen Bildes nutzt der Künstler als präzisen Fingerzeig auf das Scheitern der KI.

Oliver Schürer beschäftigt sich in „Das Ungreifbare und das Begreifen“ mit der sich wandelnden Beziehung zwischen menschlichem und robotischem Körper. Im Mittelpunkt steht die taktile Sensibilität des Menschen und damit die Frage nach der Bedeutung körperlicher Erfahrung.

Benjamin Heil, Elias Hönle, Thomas Keschl und Sebastian Voitl erzählen in „Rob und Bob“ mit Intelligenz und Witz von Spannungen im Alltag von Mensch und intelligenter Maschine. Der Film ist selbstironisch angelegt und professionell in Bild, Schnitt und Spiel gestaltet.

Über INFOSCREEN

INFOSCREEN erreicht 1,97 Millionen Zuseher pro Woche und ist ein Nachrichtenmedium im öffentlichen Raum mit Millionenpublikum. In der Media-Analyse wird INFOSCREEN in einer eigenen Kategorie ausgewiesen. Im April 1998 startete das ÖFFI-TV mit drei Bildflächen in der U-Bahn-Station Stephansplatz. Heute umfasst das INFOSCREEN-Netzwerk rund 4.962 Bildflächen in und um U-Bahnen, Busse und Strassenbahnen in Wien, Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck, Klagenfurt, Wels, Bregenz, Eisenstadt und Steyr sowie im City Airport Train und auf den Flughäfen Graz und Innsbruck.