Print bleibt eine starke Basis für regionale Werbung
Österreichische Tageszeitungen erreichen mit ihren gedruckten Ausgaben und E-Papers jeden zweiten Menschen ab 14 Jahren. Die Media-Analyse 2026-I zeigt zugleich, wie wichtig regionale Reichweiten für die Werbeplanung von Unternehmen sind.

Juli 2024-Juni 2026 • Bevölkerung ab 14 Jahren • Werte unterliegen statistischen Schwankungsbreiten
3,916 Millionen Menschen lesen eine der in der Media-Analyse erfassten österreichischen Tageszeitungen. Die gemeinsame Printreichweite beträgt 50,0 Prozent. Werden Websites, Apps und Newsletter der Zeitungsmarken einbezogen, steigt die gemeinsame Nettoreichweite auf 4,744 Millionen Menschen beziehungsweise 60,6 Prozent. Die Zahlen zeigen: Print hat weiterhin ein großes Publikum und ist zugleich Teil von Medienmarken, die Menschen über mehrere Wege erreichen.
Die Region entscheidet
Für Unternehmen mit einem örtlichen Einzugsgebiet ist die österreichweite Reichweite allein selten der entscheidende Wert. Interessanter ist, wie viele Menschen ein Medium dort erreicht, wo das Unternehmen Kunden oder Mitarbeiter sucht.
Die OÖNachrichten erreichen in Oberösterreich pro Ausgabe von Montag bis Samstag 300.000 Menschen. Das entspricht 23,1 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren im Bundesland. Bezieht man Website, App und Newsletter ein, liegt die Reichweite der Marke in Oberösterreich bei 404.000 Menschen beziehungsweise 31,1 Prozent. Die österreichweite Markenreichweite von 513.000 Menschen beschreibt einen anderen Markt und sollte für eine rein oberösterreichische Kampagne nicht an die Stelle des regionalen Werts treten.
Auch regionale Wochenzeitungen erzielen mit Print beachtliche Reichweiten. Die Ausgaben von MeinBezirk erreichen zusammen pro Ausgabe 2,817 Millionen Menschen in Österreich. Das entspricht 36,0 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren. Die Zahl beschreibt die gemeinsame Reichweite der wöchentlichen Ausgaben; für eine konkrete Buchung ist wiederum die Reichweite im gewünschten Verbreitungsgebiet maßgeblich.
Welche Zahl passt zur Kampagne?
Die Media-Analyse zählt zur Printreichweite sowohl die gedruckte Zeitung als auch das E-Paper. Die Kennzahl CrossMediaReach+ verbindet Print mit Website, App und Newsletter. Wer mehrere Angebote derselben Marke nutzt, wird in der Nettoreichweite nur einmal gezählt. Die Onlinereichweiten werden an den Werten der Österreichischen Webanalyse (ÖWA) justiert.
Für eine Anzeige in einer Zeitungsausgabe ist daher die Printreichweite ein guter Ausgangspunkt. Wer Print und digitale Werbeplätze kombiniert, sollte zusätzlich die Reichweite der Medienmarke im gewünschten Gebiet prüfen. Tageszeitungen und Wochenzeitungen haben dabei unterschiedliche Erscheinungsintervalle; ihre Reichweiten sollten entsprechend eingeordnet werden.
Die Ergebnisse der MA 2026-I beziehen sich auf den Erhebungszeitraum Juli 2024 bis Juni 2026 und unterliegen statistischen Schwankungsbreiten. Sie belegen Reichweite, nicht den Erfolg einer einzelnen Anzeige. Für KMU liefern sie aber eine belastbare Antwort auf eine wesentliche Planungsfrage: Welche Medien erreichen Menschen in meiner Region?
Quelle für die Reichweiten: ARGE Media-Analysen, MA 2026-I, insbesondere Seiten 13, 14, 22, 34 und 38–39.
